Dresden: „Femen“ Schlampen feiern Bomber Harris

Der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 ist für die Bürger der Stadt ein Tag der Trauer und des Gedenkens. Zehntausende Zivilisten, Bürger und Flüchtlinge, darunter unzählige Kinder, fanden in dieser Nacht den Tod im Feuersturm von Phosphorbomben. Der britische Luftwaffen-General Arthur Harris hatte diesen Angriff auf Zivilisten befohlen.

Genau an diesem Tag hielt die feministische Organisation „Femen“ es für notwendig, in Dresden ebenfalls eine ihrer Aktionen zu veranstalten. Vor der Dresdner Semper-Oper posierten zwei „Aktivistinnen“ – wie üblich barbusig. Auf ihren Brüsten standen die Parolen: „Thanks, Bomber Harris“ – Danke, Bomber Harris – und „Antifa Action 13’Feb“. „Femen solidarisiert sich mit dem antifaschistischen Protest in Dresden“, schrieben sie zu ihrer Aktion auf Englisch. Diese Protestveranstaltung hatte sich am Gedenktag gegen eine Veranstaltung rechter Gruppierungen gerichtet.
Feme

 

 

„Danke, Bomber Harris!“

Der Dresdner Lokal-Ausgabe des Massenblatts Bild-Zeitung erzählte eine der beiden Aktivistinnen, die sich „Debbie Anderson“ nennt: „Wir wollten uns mit der antifaschistischen Aktion solidarisieren. Sie hat den Nazi-Aufmarsch verhindert.“ Die zweite Nackte, so die 22jährige „Berliner Rezeptionistin“ Anderson, sei eine „antideutsche Aktivistin von der Antifa“ in Dresden. Der Harris-Spruch sei „kontrovers, aber Femen verbietet so etwas nicht“.

Die Aktion scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass „Femen“ die Zustimmung des linken, radikalfeministischen Lagers sucht, das der Organisation bisher kritisch bis ablehnend gegenübergestanden hat. Später Anlass für die Femen-Aktion scheint ein Offener Brief Dresdner Radikal-Feministinnen an die Organisation gewesen zu sein. In diesem wurde insbesondere die Zurschaustellung möglichst makelloser weiblicher Brüste sowie die Verwendung der deutschen Nationalfarben bei Demonstrationen beklagt.

Die Dresdner „Femen“-Aktion hat nun offenbar zusammengeführt, was zusammengehört. Den Kommentar der Stadt Dresden dazu lieferte der Sprecher der Stadt, Kai Schulz (39): „Schöne Brüste, aber leider eine dumme Botschaft“. Die vielen Tausenden Hinterbliebenen der Toten hätten sich zweifellos eine andere, eine festere und ernstere Reaktion auf diese Beleidigung erwartet.

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